Warentransportversicherung

 

Eine Warentransportversicherung empfiehlt sich insbesondere dann, wenn Güter sowohl betriebsintern, wie auch extern transportiert werden. Bei einem Wechsel des Transporteurs kann die Haftung oftmals nicht eindeutig geklärt werden. Steht nicht fest, wer für den Schaden verantwortlich ist, erfolgt ein Ersatz nur über eine Warentransportversicherung. Dazu kommt, dass die gesetzliche Haftung der Speditionen und Frachtführer oftmals nicht ausreicht. So greift diese beispielsweise nicht bei Schäden aufgrund höherer Gewalt. Gleichzeitig steigt durch jedes Unternehmen, welches am Transport beteiligt ist, auch das Schadensrisiko. Die Warentransportversicherung ersetzt den kompletten Warenwert unabhängig von der Haftung des Frachtführers. Der Versicherungsschutz gilt weltweit. Ausgenommen sind lediglich Kriegs- und Krisengebiete.

 

Leistungen: Die Warentransportversicherung sichert eine Vielzahl von Risiken während des Transports ab. Hierzu gehören insbesondere:

  • Transportmittelunfall
  • Diebstahl oder Raub der gesamten Sendung oder einzelner Teile
  • Einwirkungen durch Nässe
  • Brand
  • Schäden bei Be- und Entladen
  • Bruch- oder Deformationsschäden
  • Alle Gefahren, denen die versicherten Güter während des Transports ausgesetzt sind

Schäden, die zwischen Transportbeginn und Transportende, einschließlich der erforderlichen Zwischenlagerungen, entstehen

 

Zusatzleistungen: Je nach individuellem Bedarf bieten die meisten Assekuranzen noch verschiedene Deckungserweiterungen an. Hierzu gehören unter anderem:

  • Erstattung der Gewinneinbußen
  • Absicherung von Vermögensschäden
  • Versicherung von Ausstellungen und Messen

Erstattung von Zöllen und anderen Abgaben

 

Ausschlüsse: Auch bei der Warentransportversicherung gelten verschiedene Ausschlüsse. So besteht kein Versicherungsschutz bei:

  • Krieg oder inneren Unruhen
  • Streik
  • Beschlagnahme und Verstößen gegen Gesetze und Vorschriften
  • Schäden durch Kernenergie

Wertpapieren, Edelmetallen, Banknoten oder Münzen

 
 

 

 

Kosten einer Transportversicherung

 

Transportgefahren spielen einen entscheidenden Faktor bei der Kostenzusammensetzung. Zudem hängen die Kosten maßgeblich von der Deckungssumme, dem Versicherungsumfang und der Vertragslaufzeit ab. Auch die Auswahl und Höhe einer Selbstbeteiligung kann die Prämie beeinflussen.

 

Deckungssumme

Die Deckungssumme beschreibt diejenige Summe, die im Schadensfall maximal vom Versicherer ausgezahlt wird. Sie ist somit der wichtigste Faktor bei der Prämienbildung einer Versicherung. Bei der Transportversicherung sollte die Deckungssumme angepasst an den Wert der zu transportierenden Waren gewählt werden. Je höher die Deckungssumme, desto höher der Versicherungsbeitrag.

 

Selbstbeteiligung

Der Unternehmer kann sich für eine Selbstbeteiligung entscheiden. Der Betrag der Selbstbeteiligung muss im Schadensfall vom Versicherten selbst übernommen werden und sollte daher in jedem Fall aufbringbar sein. Die Versicherung zahlt nur Schäden, die über die Summe der Selbstbeteiligung hinausgehen. Eine Selbstbeteiligung senkt in der Regel die Prämie.

 

Vertragslaufzeit

Die Vertragslaufzeit beschreibt die Zeit, für welche sich der Unternehmer vertraglich an den Versicherer bindet. Diese beträgt zumeist ein bis drei Jahre. In der Regel gilt: Je länger die Vertragslaufzeit, desto niedriger die Prämie.

 

Versicherungsumfang

 

Dieser bestimmt alle vertraglich inkludierten Leistungen einer Versicherung. Zusatzleistungen können dazugebucht werden, gehen im Regelfall aber mit einer höheren Prämie einher. Da der inkludierte Leistungsumfang von Versicherer zu Versicherer stark variieren kann, lohnt sich vor Abschluss der Versicherung ein Vergleich aller in Frage kommenden Tarife.