Pflegezusatzversicherung

Was für Pflegeversicherungen gibt es?

Es gibt drei Formen der privaten Pflegzusatzversicherung und zwar die:

 

·        Pflegetagegeldversicherung,

·        die Pflegekostenversicherung und

·        die Pflegerentenversicherung.
 

Pflegetagegeldversicherung
Hier bekommt der Pflegebedürftige einen festen Tagessatz ausgezahlt, wenn er pflegebedürftig ist. Die Höhe des Tagessatzes richtet sind nach dem Pflegegrad. Den vollen Tagessatz gibt es meist erst in Pflegegrad 4 oder 5. Die Zahlung des Tagessatzes erfolgt unabhängig vom Ort der Pflege. Der Pflegebedürftige erhält das Geld auch, wenn er zuhause von Angehörigen oder einem mobilen Pflegedienst gepflegt wird, aber auch im Pflegeheim.

Pflegekostenversicherung
Die Versicherung zahlt bei diesem Modell im Fall der festgestellten Pflegebedürftigkeit einen vertraglich festgelegten Prozentsatz der gesetzlichen Leistung der Pflegeversicherung obendrauf. Es gibt aber eine Höchstgrenze. Die Zahlung erfolgt nur, wenn auch tatsächlich Kosten für die Pflege entstehen. Pflegen Angehörige, wird oft ein fester Tagessatz gezahlt.

Pflegerentenversicherung
Es wird bei Pflegebedürftigkeit ab Pflegegrad 2 eine monatliche Rente gezahlt. Die Höhe hängt vom Pflegegrad ab und wird im Vertrag festgelegt. Die Zahlung erfolgt unabhängig davon, wer pflegt also auch bei Pflege durch Angehörige. Der Art nach ist die Versicherung eine Lebensversicherung, bei der Kapital angespart wird. Aus dem Kapital wird dann später die Rente gezahlt. Die Versicherung ist vergleichsweise teuer.

Was ist Pflegebahr?

Pflegebahr ist eine durch Zuschüsse vom Staat geförderte private Pflegezusatzversicherung. Die Besonderheit bei dieser Versicherung ist, dass im Gegensatz zu den anderen privaten Pflegezusatzversicherungen keine Gesundheitsprüfung stattfindet. Für die Versicherungsgesellschaft herrscht Abschlusszwang. Dadurch können auch Menschen mit Vorerkrankungen die Versicherung abschließen. Daraus ergibt sich aber der Nachteil, dass mit erheblichen Beitragssteigerungen gerechnet werden muss und die Leistungen vergleichsweise gering sind. Der staatliche Zuschuss beträgt 5 € im Monat.